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Das
Rett-Syndrom
verläuft nach zunächst normaler Geburt und Entwicklung in
4 Phasen:
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Entwicklungsstillstand
*
Regressionsphase
*
pseudostationäre Phase (auch Plateau
oder Phase der Stabilisierung genannt)
*
motorischer Abbau
Und was bedeutet das? |
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1.
Entwicklungsstillstand
zwischen
dem 6. und 18. Lebensmonat
2.
Regression
- Verlust bereits erworbener Fähigkeiten wie Laufen, Krabbeln,
Sitzen, Sprechen, soziale Kontaktfähigkeit - was im Einzelfall
verloren geht kann ganz unterschiedlich sein,
...
aber immer ist es das Greifen,
die sinnvolle Handmotorik,
die verloren geht. Statt dessen setzen Handstereotypien
ein - Kneten, Waschen, Zupfen, Schlagen, Klatschen, Haare
rupfen, Finger beißen, Zunge fangen... die Bandbreite ist sehr
individuell. Sehr häufig - Zähneknirschen.
Die
Regressonsphase wird häufig von fast pausenlosem Schreien und
Weinen begleitet, die sogenannte Schreiphase
3. In
der pseudostationären
Phase
stoppt die Regression, die Mädchen werden wieder zugänglicher
und lernfähig, wogegen andere Dinge erstmals auftreten oder
sich verschlechtern können: Skoliose, EEG-Veränderungen,
epileptische Anfälle, Gang- und Rumpfataxie (der Schritt wird
breitbasig, die Mädchen führen mit dem Oberkörper schaukelnde
Bewegungen aus), Atemregelstörungen wie Hyperventilation,
vereinzelt Hinweis auf Herzrhythmusstörungen (Long-QT-Syndrom).
4.
Manche
Mädchen bleiben ihr Leben lang in Phase 3, andere treten mit
Beginn der Pubertät in die 4. Phase ein - allgemeine motorische
Verschlechterung
mit Spastiken und starker Skoliose
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| Das Rett-Syndrom verläuft sehr unterschiedlich von Kind zu Kind. Die Übergänge der einzelnen Stadien sind fließend!!! |
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Und so hat Sofia diese Phasen durchlebt... |
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normale
Geburt
bis
18 Monate - normale Entwicklung
1,5
- 3 Jahre - sprachentwicklungsverzögert sowie allgemein
entwicklungsverzögert
-
2 Jahre, 8 Monate - der Stempel "geistig behindert"
3
- 3,5 Jahre - Kneten + Zähneknirschen
Diagnose
entwicklungsgestört
(ein feiner Unterschied zur
Entwicklungsverzögerung,
eine Störung kann nicht mehr aufgeholt werden)
3,5
- 4 Jahre - Regressionsphase
seit
dem 5. Lebensjahr kann ich es nicht mehr so genau definieren, ein
sehr fließender Übergang von der Regression in die pseudostationäre
Phase vermutlich
Aktuell
- das 6.
Lebensjahr
neigt sich dem Ende zu,
ich beobachte:
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EEG-Veränderungen, als pathologisch befundet, aber keine Anfälle
*
Ansätze zur Hyperventilation (häufiges lautes Luftausstoßen)
*
der Gang wird ansatzweise breitbasiger
*
schaukelnde Bewegungen mit dem Oberkörper
*
die Mundmotorik verschlechtert sich
*
Worte werden immer seltener eingesetzt
*
Interesse am Treppensteigen und Spazierengehen läßt nach
*
starke Fixierung auf gleichförmige Beschäftigungen - derzeit:
hopsen und Musik hören
*
Störungen im Tag- und Nachtrhythmus
*
Schreianfälle, Wut und Verzweiflung sind prägend im Moment
*
aber auf der anderen Seite auch häufige Müdigkeit, Desinteresse an
der Umwelt, Rückzug, auch körperlich deutlich gemacht (Sofia
dreht uns den Rücken zu, im wahrsten Sinne des Wortes)
Die
gute Nachricht am Schluss:
*
aktuelles Röntgenbild der Wirbelsäule - keine Skoliose!
Insgesamt
ist damit der Krankheitsverlauf aber immer noch ziemlich langsam.
Die lange ungestörte Entwicklung bis 18. Monate schafft natürlich
eine tolle körperliche Basis - davon profitiert Sofia noch heute
Herta, im Oktober 2004 |
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Sofia - 18 Monate - verfügt noch über eine gute Handmotorik und zeigt Interesse an Gegenständen |
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